Mir war nie klar, warum es Agenturen gibt, die sich auf eine Branche spezialisieren. Noch viel weniger habe ich aber verstanden, dass das für einige Industrie-Kunden ein Pro-Argument zu sein scheint. Natürlich spricht eine Sache dafür: Der Markt muss nicht erklärt werden, marktübliche Usancen und Richtlinien sind bekannt. Kurz: Man hat’s schön bequem.

Bequemlichkeit führt mittelfristig zur ewigen Rückenlage. Das zeigt schon die Evolution.

Das, was die Menschheit als Ganzes und Marken im Speziellen erfolgreich macht, ist die Fähigkeit zur Anpassung und zum Wandel. Möglich wird dies nur durch einen breiten Horizont. Die Agentur hat neben der Abwicklung des operativen Tagesgeschäfts die Aufgabe, Kunden Impulse zu geben. Das geht aber nur, wenn auf Agenturseite Leute arbeiten, die den Kunden mit seinen Problemen Herausforderungen verstehen.

Die aber nicht so denken wie der Kunde.

Denn „Tunnelblick“ muss ich nicht einkaufen. Den kann ich selbst mitbringen.

Die Stärke einer Agentur zeigt sich im Zugriff auf viele Lösungsmodelle. Nicht in der geschmeidigen Fortführung des „business as usual“!

„Vielfalt“ macht die jeweilige Agentur für genau die Leute interessant, nach denen die Wirtschaft sich heute die Finger leckt: Querdenker. Denn diese brauchen ein Habitat, in dem sie täglich aufs Neue gefordert werden. Sie brauchen Weite, frischen Wind und Tiefgang.

Eine Spezialagentur ist allzu häufig einfach nur ein Tümpel, aus der die immer gleiche Suppe gelöffelt wird. Das mag gemütlich sein. Fängt aber irgendwann an, faul zu werden.

Ich bin sehr froh darüber, dass wir es binnen kurzer Zeit geschafft haben, für unterschiedlichste Branchen arbeiten zu dürfen: Verlagswesen, Video-Games, Brettspiele, Druck, Media, Logistik, Reedereien. Wir sind es jedem einzelnen unserer Kunden schuldig, immer hinter den Horizont zu schauen! Denn nur so können wir unsere Spezialisierung zu hundert Prozent erfüllen: sinnvolle Kommunikation. Und zwar in den Kanälen: Klassik, Dialog, Online, Social Media.