Es gibt Momente als Texter, da weiß man, dass es zumindest die kleine Werbewelt gut mit einem meint.

Von unserem Kunden Daedalic Entertainment, dem besten deutschen Studio, wurden wir damit beauftragt, zunächst einen Namen und dann ein Logo für einen im „Echtzeit-Taktik“-Genre angesiedelten Titel zu finden.

Der zu „be-namende“ Titel ist im Japan des 17. Jahrhunderts angesiedelt und lässt den Spieler mit einem Team aus Spezialisten wie Ninja, Samurai, Fährtenleser hinter den feindlichen Linien meucheln.

Der zu findende Name soll das Spielprinzip der Serie – „Echtzeit-Taktik“ – klarmachen. Eine Unterzeile stellt dann das jeweilige Spielszenario der aktuellen Episode heraus.

Systematisch ans Ziel robben.

Im Text wurden zunächst unterschiedliche Themencluster identifiziert. Also zum Beispiel „Meucheln“, „Tarnung“, „Strategie & Taktik“ und so weiter. Innerhalb dieser Cluster wurden dann Namen entwickelt.

In enger Abstimmung mit Daedalic Entertainment als Producer und Publisher wurden die Felder immer weiter eingegrenzt, neu definiert, ergänzt. Der komplette Kreationsprozess wurde außerdem aktiv von den Entwicklern (Minimi Productions) begleitet.

Diese eher unübliche Zusammenarbeit im Trio aus Vermarktern/Produzenten, Entwicklern und Agentur war uns von Anfang an sehr wichtig. Schließlich vertrauten uns die Kreativ-Kollegen von Minimi und Daedalic ihr Baby an. So gestaltete sich die Zusammenarbeit mit Daedalic bei der Namensentwicklung fordernd – und gleichzeitig sehr kollegial, was auf Agenturseite als befruchtend empfunden wurde.

Der erste Arbeitsschritt – Namensfindung – konnte dann erfolgreich mit einem Namen abgeschlossen werden, der sowohl Publisher/Producer als auch Developer überzeugte.

Aber nicht nur der Text freute sich darüber, aktiv an einem Stück Pop-Kultur beteiligt gewesen zu sein und einen Mikrometer Videospielgeschichte mitgeschrieben zu haben.

Die Grafik entwickelte im zweiten Schritt das Logo für den neuen Titel.

„Stealth“ auf den ersten Blick.

Die Grafik leitete aus dem Namen unterschiedliche Farbklimata und Typografien ab. Wichtig war dabei, dass die Wortbildmarke sowohl im stationären Handel als auch als Kachel auf „Steam“ funktioniert. Also: klare Typografie, deutliche Erkennbarkeit der Serie und gleichzeitig klare Identifizierung des jeweiligen Einzel-Titels.

Zusätzlich musste natürlich die Atmosphäre des Spiels, die Emotionsebene, inszeniert werden. Die Herausforderung liegt darin, beide Ebenen – Vermarktungs- und Produktebene – stimmig zu kombinieren.

Der plakative Schriftzug wurde durch einen kalligrafischen Look atmosphärisch aufgeladen. Innerhalb des „O“s ergibt sich eine organische Bühne für eine figürliche Darstellung, die je nach Spiel-Szenario ausgetauscht werden kann. Der Titel bleibt dabei immer identifizierbar.

Wir freuen uns, mit „Shadow Tactics – Blades of the Shogun“ spannende Tage verbracht zu haben und fiebern dem Release entgegen.