Barrierearme Website für inklusive Unternehmensberatung

Icons für Tastatur, Media-Player, Typografie überbrücken einen Abgrund. Symbolbild für Barrierearmut

Sie haben eine Website für Ihre Marke bzw. Ihr Unternehmen? Seit diesem Jahr müssen B2C-Websiten barrierearm sein. Das bedeutet, sie müssen den AA-Kriterien der WCAG-Richtlinien entsprechen, wenn Ihr Unternehmen bestimmte Merkmale erfüllt. Berührt werden damit das optische Erscheinungsbild, die Struktur und die Logik der Seite. Wie sich das praktisch auf unsere Web-Projekte auswirkt, konnten wir bereits im Herbst 2025 erleben. Denn für die COIN Inklusionsberatung GmbH, die Menschen mit Behinderungen zu Consultants für Inklusion ausbildet, entwickelten wir ein Corporate Design und eine Website, die nach den Vorgaben des Barrierefreiheits-Stärkungs-Gesetzes offiziell zertifiziert wurde. Mit der richtigen Planung ist der Weg zur Zertifizierung gar nicht so schwer.

Vorher mehr planen, hinterher weniger reparieren

Das Projekt beginnt mit der Wahl des passenden Pagebuilders. In der Vergangenheit haben wir bei Projekten, in denen WordPress als CMS gewünscht wurde, mehrfach auf Elementor gesetzt. Die Webentwicklung für COIN hat uns zu „Bricks“-Anhängern gemacht. Ausschlaggebend dafür war die HTML-Nähe des Pagebuilders. So lassen sich Klassen und IDs individuell definieren, die für Screen-Reader wichtigen ARIA-Labels ausweisen und Tags, die nicht semantisch sind, korrigieren – zum Beispiel, um aus einem „Div“ ein „Nav“ zu machen. Kurz: Bricks macht es leichter, „unter die Haube“ zu gucke und die Elemente auf der Seite miteinander zu „verdrahten“. Kein Wunder, wurde der Pagebuilder doch von Anfang an mit dem Ziel der Barrierearmut entwickelt. Dabei ist er auch in punkto Performanz – und damit auch unter SEO-Gesichtspunkten – empfehlenswert. Der aufgeblähte Code von Elementor ist schon fast sprichwörtlich. Der „Switch“ von Elementor zu Bricks verlief im Großen und Ganzen für die Webdesignerin reibungslos.

Genug Puffer nach der Testphase einräumen

Spannend wurde es dann in den Testing-Phasen. Die Tab-Logik, also die Navigation der Seite mittels Hilfsgeräten wie z.B. Screenreader, verhielt sich nicht immer wie gedacht. Das betraf vor allem Elemente in der Navigation. Hier mussten wir einiges manuell anpassen, um das teilweise etwas erratische Verhalten des Pagebuilders auszutricksen. Überraschend „unherausfordernd“ wiederum war die Installation einer Sprachweiche. Hier arbeiten wir mit dem Plugin Polylang und waren begeistert von der leichten Integrierbarkeit inklusive des Wechsels der ARIA-Label von Deutsch zu Englisch bzw. umgekehrt.

Die Seite wurde abschließend von einer blinden Person und einem Experten für Barrierefreiheit getestet und krönte unsere Arbeit mit der offiziellen Zertifizierung für barrierearme Seiten.

Barriere-Armut ist ein Gewinn auf allen Ebenen

Insgesamt war die Entwicklung einer Website für COIN auf mehreren Ebenen sehr befriedigend. Natürlich vor allem menschlich. Wer könnte es nicht klasse finden, das Web barriereärmer zu machen? Das Projekt war aber auch auf einer intellektuellen Ebene packend – lernten wir doch eine Menge zusätzlicher Details über Web-Technologien. Darüber hinaus ist Barriere-Armut ein handfester SEO-Boost und damit über die „Soft-Power“ hinaus ein Wertschöpfungsfaktor.

Wir unterstützen Sie bei Ihrem „barrierearmen“ Projekt

Wenn Sie aktuell darüber nachdenken, wie Sie die Vorgaben des Barrierefreiheits-Stärkungs-Gesetzes umsetzen sollen, lassen Sie uns gerne telefonieren. Wir haben eine zertifizierte Inklusionsmanagerin und eine erfahrene Webdesignerin in unserem Team und sind ständig dabei, uns in punkto Inklusion fortzubilden.

Ähnliche Beiträge
Suche
MaschmannFautzHuff GmbH

Agentur für sinnvolle Kommunikation

Paulinenallee 32
20259 Hamburg

Tel.: 040 – 210 91 46 – 40
Mail: info@agentur-mfh.de