Im Nacken ein Jahr voller Herausforderung und auf dem Schreibtisch ein Haufen Weihnachtskarten.

2013 endet mit verspannter Schulter und Sehnenscheidenentzündung. Allerdings ohne Larmoyanz. Ganz im Gegenteil: Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Wenn nicht sogar auf das erfolgreichste überhaupt – seit Mitte der 1990er Jahre.

Goldene Zeiten.

Mit unserem Ausstieg aus unserer alten Agentur genehmigten wir drei – Matthias Maschmann, Matthias Fautz und Sven Huff – uns eine saftige, 100prozentige Erfahrungserhöhung! Denn die letzten 12 Monate waren sowohl fachlich als auch persönlich bereichernd.

Uns war beispielsweise von Anfang an wichtig, für unterschiedliche Geschäftszweige zu kommunizieren. Das ist uns gelungen: Nach einem Jahr betreuen wir Kunden aus ganz unterschiedlichen Bereichen.

Das bisherige Ergebnis aus Kaltakquise und Empfehlungen sind Kunden aus

  • der Gamesbranche
  • dem Verlagswesen
  • dem Bildungswesen und der Wissenschaft
  • der Logistik

Dabei durften wir uns in unterschiedlichen Kommunikationsdisziplinen beweisen:

  • Packaging
  • Social Media
  • Anzeigenentwicklung
  • PoS
  • Film
  • Webdesign
  • Broschüren
  • Editorial Design

Genauso wichtig wie die äußere Horizonterweiterung war aber auch die – noch nicht abgeschlossene – eigene Standortbestimmung.

Sinnvolle Kommunikation.

Wir haben in unseren Agenturkarrieren in der Regel zwei Agenturtypen kennengelernt: eher kreative auf der einen und eher strategisch orientierte auf der anderen Seite. Kreativität ist aber kein Selbstzweck, und Strategie ist keine gute Ausrede für flaue Kreation. Daher schien uns eine Positionierung in einem der beiden Felder als nicht sinnvoll. Genauso sinnlos erschien uns die Festlegung auf eine Kommunikationsdisziplin.

„Sinnvolle Kommunikation“ ist kanalunabhängig – und sie hört nie auf. Insbesondere was den stummen Part der „Reflektion“ in der Kommunikation ausmacht. Für uns bedeutet das, täglich – und ganz bewusst – dazuzulernen. Hier sind wir dabei, Strukturen zu implementieren, die eine Kultur des täglichen Lernens fördern.

Damit war 2013 bei aller Hektik und bei allem operativen „Stress“ auch ein nachdenkliches Jahr. Dieser Prozess des kritischen und konstruktiven Hinterfragens wird zukünftig auch weiterhin nicht nur wie selbstverständlich auf Briefings angewendet – sondern vor allem auch auf die eigene Arbeit.

Diese Investition hat uns in 2013 mit vielen Einsichten über unsere eigene Arbeit bereichert und uns in der Erkenntnis bestärkt, dass die Zukunft der Kommunikation, unabhängig vom Kanal, nicht nur in hübschen, aufmerksamkeitsstarken Werbemitteln liegt, sondern in der „glaubwürdigen Inszenierung von Substanz“.

Unabhängig von diesen „großen Fragestellungen“ und „Maximen“ gab es natürlich jeden Tag für uns kleine, neue Herausforderungen zu meistern: Geschäftsführeranstellungsverträge mussten ausgearbeitet, Telefonanlagen installiert, Büromaterial und Kaffeemaschine organisiert werden. Und das Wichtigste: Täglich müssen wir uns die Frage beantworten, ob wir die Agenturinhaber sind, die wir uns selbst immer gewünscht hätten.

Die persönliche Seite.

Dieser Bereich gehört, glaube ich, für jeden von uns zum schönsten Aspekt der Firmengründung. Bereits im ersten Jahr entwickelten sich viele vertrauensvolle und von Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägte Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Partnern.

Interessanterweise ist besonders dieser Part – gerade für die Kreation, die ja meist im stillen Kämmerlein vor sich hinwerkelt – der wichtigste. Die Einsicht, dass man nicht für Medaillen oder für’s Ego produziert, sondern für Menschen.

Wir freuen uns jedenfalls über einen Stapel zu unterzeichnender Weihnachtskarten, der deutlich höher ist als der im letzten Jahr!

Wir wünschen allen unseren Kunden und Partnern erholsame Feiertage und ein fantastisches 2014!